DISTANT CALL
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Die erste Ausstellung der Reihe DISTANT CALL sucht den Knüpfpunkt zwischen Werk und Prozess.

Kaum ändert LIORA EPSTEIN ihre Miene in dem Video „TB 2019 I“, während eine Stimme aus ihrem „Tagebuch der Bösen Taten“(2018- ) vorliest. Zeigt sie ein Gefühl von Scham? Oder ist sie stolz auf ihre Untaten?

Die Künstlerin praktiziert wörtlich die für sie maßgeschneiderten Bethandschuhe. Dieses Objekt besteht, ähnlich den „Krabbelanzügen“(2019), aus hochwertigen und vollfunktionsfähigen Hightech-Materialien, die einen an die Freizeitindustrie und -mode erinnern. Sie sollen uns bei den Aktivitäten im Alltag und beim Outdoor-Sport unterstützen bzw. schützen.

Die Kunst von JÜRGEN KRAUSE scheint zu beginnen und dort zu enden, wo sie begonnen hat. Tätigkeiten wie das Schärfen von Werkzeugen, das Grundieren von Papieren und das Anspitzen von Bleistiften werden von ihm von Tag zu Tag wiederholt.

Seine Kunst zeichnet sich daher weniger durch Geschichtlichkeit, sondern mehr durch Verdichtung der Zeit aus. Eingepackt in einer Werkzeugkiste wird eine Auswahl an Objekten sowie Zeugnissen aus dem Arbeitsprozess in der Ausstellung präsentiert. Diese Kiste ermöglicht dem Künstler eine Art von Mobilität und zugleich verbindet sie die Orte des Herstellens und des Zeigens. 

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Photo: Achim Kukulies Düsseldorf, 2021